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Veranstaltungsprogramm Januar bis April 2020 zum Download

Archiv 2017-2020

REISELUST UND BÜCHERSCHAU –
DIE HANNOVERSCHE HOFBIBLIOTHEK IN HISTORISCHEN BERICHTEN

Als Zentrum des barocken welfischen Kosmos’ war Hannover immer wieder Ziel von Reisen und die »Königliche und Churfürstlich Öffentliche Bibliothek« – Wirkungsstätte von Gottfried Wilhelm Leibniz – war sozusagen ein Hotspot des Sightseeings. In der Bibliothek wurde gesammelt und gezeigt, was dem herrschenden Haus »zur Zierde und zum Ruhm« gereichte.
Überlieferte Reiseberichte und -journale des 18. und 19. Jahrhunderts gewähren private, oft komische, bisweilen poetische, immer aber kritisch zu bewertende Einblicke in einen Raum der Repräsentanz und Sammlungspraxis, der heute so nicht mehr existiert. Die Reisenden beschreiben berühmte Kostbarkeiten, aber auch die Bibliothekstechnik und die Hofbeamten. Alle Berichte zeugen von einer aufklärerischen Kultur des Wissenschaftsinteresses und einer barocken Bücherlust.
Die Vorträge von Matthias Wehry, Leiter der Abteilung Handschriften und Alte Drucke, ergänzt durch Lesungen aus den Quellen von Ines Schindler, Mitarbeiterin im Veranstaltungsmanagement, setzen sich in drei Kapiteln – die Reisenden, das Personal und der Bestand – mit überlieferten Reise- und Bibliotheksberichten diskursiv auseinander. Zudem werden aus dem Kontext der Bibliotheksreisen herausragende Stücke des historischen Bestandes präsentiert.

 

Di 18.2.2020 | 17.00 Uhr | VORTRAG und LESUNG in der Reihe
REISELUST UND BÜCHERSCHAU – DIE HANNOVERSCHE HOFBIBLIOTHEK IN HISTORISCHEN BERICHTEN

Matthias Wehry und Ines Schindler

»… wo ich aber, wegen großer Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen und Mattigkeit, wenig anmerken können …« – die Reisenden, der Bibliotheksbesuch, die Kontexte

Ebenso vielfältig wie die Büchersammlung der hannoverschen Hofbibliothek waren ihre Besucher: Adelige, Herrscher, Diplomaten, Gelehrte aus dem In- und Ausland, junge Männer auf Grand Tour und Zufallsreisende betraten die Bibliothek und ließen sich die Kostbarkeiten zeigen.
In ihren Berichten geben sie Einblicke in ihren Bibliotheksbesuch, aber auch in ihre Reiseprogramme und -routen. Der Besuch der Hofbibliothek stand zumeist in einer Reihe mit Besichtigungen anderer hannoverscher Einrichtungen, wie dem Garten von Herrenhausen, der Schlosskirche oder dem Hofmarstall.
Der Vortrag, ergänzt durch Lesungen aus den historischen Quellen, untersucht die Motivation der Reisenden, ihre sozialen Hintergründe und Anliegen sowie ihre Lektüren zum Verständnis der Sammlung. Er zeichnet die Reisewege und die Ziele in Hannover nach und sichtet so die Kontexte der in den Reiseberichten niedergeschriebenen Bibliotheksbesuche.

Do 27.2.2020 | 17.00 Uhr | VORTRAG in der Reihe
LEIBNIZ-VORTRÄGE gemeinsam mit der
Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Dr. Rüdiger Otto

Reichsgraf und Ausnahmefrau im 18. Jahrhundert.
Das Briefgespräch zwischen Ernst Christoph von Manteuffel und Luise Adelgunde Victorie Gottsched

In seinem Vortrag widmet sich Dr. Rüdiger Otto, Mitarbeiter an der Edition des Briefwechsels von Johann Christoph Gottsched der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, dem Briefgespräch zwischen Ernst Christoph von Manteuffel und Luise Adelgunde Victorie Gottsched. Ernst Christoph von Manteuffel (1676–1749), hochrangiger Diplomat und kursächsischer Staatsmann, wandte sich nach seinem nicht ganz freiwilligen Rückzug aus der Gefahrenzone des Hoflebens verstärkt seinen philosophischen Liebhabereien zu und wurde zum Apostel des Wolffianismus. Auch die Begegnung mit Luise Adelgunde Victorie Gottsched (1713–1762) stand zunächst im Zeichen der Auseinandersetzung um die Philosophie Christian Wolffs (1679–1754). Beeindruckt von der intellektuellen Schärfe der jungen Leipziger Professorengattin beauftragte er sie mit der Fabrikation satirischer Schriften gegen die orthodoxen Gegner Wolffs. Die Resultate begeisterten Manteuffel, der seine im diplomatischen Dienst erworbene konspirative Phantasie spielen ließ, um die Autorschaft der von Zensur und obrigkeitlichen Unannehmlichkeiten bedrohten Verfasserin unkenntlich zu machen. Das Themenspektrum Manteuffel-Gottsched des Briefwechsels weitete sich nachgerade aus, mit ihren klugen, sachbezogenen und mitunter ironischen Schreiben zeigte sich die »Gottschedin« dem routinierten Epistolographen Manteuffel gewachsen, so dass er sie im galanten Überschwang gelegentlich »la crême et la fleur de tous mes correspondens« nannte.

Do 5.3.2020 | 17.00 Uhr | Die Freunde und Förderer der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek präsentieren:
AUS DER SCHATZKAMMER

Sabine Brügmann

Blockbuch, Polyglotte, Bilderbibel – mit der Bibel durch die Buchgeschichte

Wie kaum ein anderes Buch hat die Bibel über Jahrhunderte Buchdrucker und Künstler zu Höchstleistungen angespornt. In Blockbüchern und Polyglotten setzten Meister der Typografie dem Wort Gottes ein Denkmal. Luther und andere Übersetzer rangen um den richtigen Wortlaut. Es geht aber nicht nur um das Wort, sondern auch um Bilder: Romantik, Jugendstil, Expressionismus – jede Kunstepoche schuf ihre eigenen Bibelillustrationen.
Sabine Brügmann, Leiterin des Sachgebiets Alte Drucke, stellt besondere Bibeldrucke aus sechs Jahrhunderten vor.

Do 19.3.2020 | 17.00 Uhr | VORTRAG und LESUNG in der Reihe REISELUST UND BÜCHERSCHAU – DIE HANNOVERSCHE HOFBIBLIOTHEK IN HISTORISCHEN BERICHTEN

Matthias Wehry und Ines Schindler

»… ein nicht gar alter, corpulenter, aber überaus höfflicher und wohlbelebter Man …« – das Personal, der Raum, die Sammlungspraxis

Ein Zettelkatalog, Metallschilder am Buchrücken, vergitterte Schränke – die hannoversche Hofbibliothek des 18. und 19. Jahrhunderts wurde in vielen Reiseberichten detailliert in ihrem Gebäude, ihrer Ausstattung und ihrer Sammlungspraxis beschrieben. Neben Berichten über die diensthabenden Bibliothekare umfassen diese Quellen Erläuterungen zu den Katalogen der Bibliothek, dem Raumkonzept und dem Mobiliar. Dabei wurde bisweilen auch etwas berichtet, was einer kritischen Prüfung nicht standhält.
Der Vortrag untersucht die Aussagen über das Personal und die Sammlungspraxis der Bibliothek. Die Bibliothekare waren Wissenschaftler und Nutzer, Historiografen und Fremdenführer zugleich. Außerdem werden die Relikte der bibliothekarischen Einrichtung, wie sie, verfärbt durch die Sichtweisen der Reisenden und Berichtenden, dargestellt werden, thematisiert – wiederum ergänzt durch Lesungen aus den historischen Quellen.

Mo 23.3.2020 | 15.00 bis 17.00 Uhr | BÜCHERSPRECHSTUNDE

In unserer Büchersprechstunde informieren Sie Expertinnen und Experten aus den Bereichen historische Bestände und Restaurierung über die Bedeutung des mitgebrachten Buches, beraten zum Erhaltungszustand und helfen, weitere Informationen zu finden. Zum Wert von Büchern können grundsätzlich nur unverbindliche Angaben gemacht werden.

Unsere Büchersprechstunde richtet sich an Privatpersonen. Pro Person werden maximal zwei Objekte besprochen. Aufgrund der großen Nachfrage ist eine Anmeldung unter Tel. 0511 1267 363 oder per E-Mail an kultur@gwlb.de erforderlich.

Di 7.4.2020 | 17.00 Uhr | VORTRAG in der Reihe
LEIBNIZ-VORTRÄGE gemeinsam mit der
Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Prof. Dr. Ursula Goldenbaum

Leibniz und die geometrische Methode. Sein Beitrag zur Willensfreiheit

Die Anwendung der geometrischen Methode auf andere Gegenstände als die Geometrie wird nicht erst seit Kant verteufelt. Das liegt nicht so sehr an der Methode, sondern an dem ihr impliziten Konzeptualismus, Theoreme aus Definitionen und bereits bewiesenen Theoremen durch notwendige Schlüsse abzuleiten. Der Vorbehalt lautete: Wenn solche Notwendigkeit auch in anderen Dingen als der Mathematik oder Logik zu finden seien, würden diese dem Determinismus oder Fatalismus unterworfen. Wo bleibe dann aber die Willensfreiheit Gottes oder die der Menschen? Leibniz hat aus der geometrischen Methode die Grundlagen seiner Logik entwickelt und war ein Determinist, der aber dennoch einen tragfähigen Begriff göttlicher und menschlicher Freiheit entwickelt hat.
Prof. Dr. Ursula Goldenbaum, frühere Präsidentin der Leibniz Society of North America und seit 2019 Professor emerita der Emory University, Atlanta.

 

DIE CRIMINALE ZU GAST IN DER GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ BIBLIOTHEK

Vom 14. bis zum 18. April findet in Hannover die CRIMINALE statt, das größte Branchentreffen der Kriminalliteratur in Europa. Neben Lesungen und Preisverleihungen stehen u. a. auch Podiumsdiskussionen auf dem Programm.

Do 16.4.2020 | 16.30 Uhr | PODIUMSDISKUSSION

Sexism is a bitch – über strukturelle Ungerechtigkeit im Genre

In der von der Autorin und Redakteurin Simone Buchholz moderierten Gesprächsrunde diskutieren die Autorinnen Judith Merchant und Sandra Lüpkes, der Schriftsteller Sunil Mann und der Journalist Till Raether über die Frage, warum das Opfer in Kriminalromanen meist schwach und weiblich ist, der männliche Ermittler aber am Ende »die Welt rettet« – einfach nur, weil er ein Mann ist. Warum erzählen viele Autorinnen und Autoren immer noch so – wollen das die Verlage, will das der Markt?

Eintritt: 5,00 Euro pro Person

Fr 17.4.2020 | 16.30 Uhr | PODIUMSDISKUSSION

Der Kriminalroman als Kommentar zur Zeit

Viele Krimis wollen nicht nur unterhalten. Und doch fallen Begriffe wie Gesellschaftskritik und Relevanz selten, wenn über dieses Genre gesprochen wird. Was können Schreibende bewirken? Wie gehen sie ihre Themen an? Wie recherchieren sie? Gibt es einen Trend zum Politkrimi oder besetzt er nur eine Nische in einer nachrichtensatten und -müden Gesellschaft? Darüber unterhält sich Horst Eckert, Autor von Polit-Thrillern, mit den Autorinnen Simone Buchholz und Susanne Saygin, dem Autor Wolfgang Schorlau sowie dem Agenten Lars Schulze-Kossak.

Eintritt: 5,00 Euro pro Person

VERANSTALTUNG zum WELTTAG DES BUCHES

Do 23.4.2020 | 17.00 Uhr | VORTRAG und LESUNG in der Reihe REISELUST UND BÜCHERSCHAU – DIE HANNOVERSCHE HOFBIBLIOTHEK IN HISTORISCHEN BERICHTEN

Matthias Wehry und Ines Schindler

»… manche Reliquie seiner Handschriften …« –
die Repräsentation, die Geschichte, das Objekt

Ein Besuch der hannoverschen Hofbibliothek galt als Sightseeing der Buchgeschichte: Kostbare Handschriften, Drucke und Objekte wurden dem Besucher gezeigt, zur Ehre des regierenden Hauses und zum Vergleich mit anderen höfischen Sammlungen. Die Hofbibliothek war ein Ort der Repräsentation für Auswärtige: Insbesondere während der Abwesenheit des Staatsoberhauptes zu Zeiten der Personalunion erfüllte sie in ihren mit der welfischen Geschichte verbundenen Einzelobjekten und Beständen schon früh die Funktion, den Ruhm des Welfenhauses abzubilden.
Zugleich zeugen die Reiseberichte von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Wissenschaftsgeschichte der Hofbibliothek, mit Leibniz, der in materiellen Zeugnissen erfahrbar wurde, und mit Kuriositäten und Devotionalien. Der letzte Vortrag der Reihe folgt den Spuren der Bücher in den Reisejournalen der Vergangenheit.


 

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Telefon: 0511 1267-363 | kultur@gwlb.de


 


 

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